Ice Cave

Heute Abend geht’s nach Hause, aber vorher möchte ich noch einen kleinen Ausflug in die Berge machen – das Wetter ist einfach zu gut! Ich fahre auf dem Mountain Loop Highway entlang des South Fork Stillaguamish River ganz tief in den Wald hinein. Hier in Washington gibt es die schönsten Wälder überhaupt. Nicht nur, dass die Bäume alle riesig sind, es ist auch ein toller Mix aus Nadel- und Laubbäumen, und alles ist dick vom Moos überzogen.
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Bei Big Four lege ich einen Stopp ein. Hier soll es einen einstündigen Wanderweg hinauf zu einem kleinen Gletscher geben – dem niedrigst gelegenen Gletscher südlich von Kanada. Zuerst führt ein Boardwalk durch eine fantastische Sumpflandschaft, dann geht es durch wilden Urwald bis zur Baumgrenze.

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Nach einer Biegung öffnet sich plötzlich der Blick auf den Gletscher, der durch die Lawinen der darüber liegenden Steilwände entstanden ist. Man erkennt auch schon das riesige Tor in der Mitte des Gletschers – unglaublich beeindruckend!

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Wer genau hinsieht, erkennt die anderen Wanderer (heute am Sonntag ist ganz schön was los hier oben) und bekommt so eine Idee von der Größe der Ice Cave.

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Ich mache Dutzende Fotos vom Eis und vom großen schwarzen Loch.

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Zu nach sollte man der Abbruchkante über der Cave nicht kommen, da jederzeit etwas runterfallen kann. Natürlich hindert das einige nicht daran, auch in die Ice Cave reinzugehen – ich lasse es besser bleiben.

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Noch ein Blick zurück und ich steige wieder ab zum Parkplatz.

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Ich folge dem Mountain Loop Highway, der nach einigen Meilen zu einer holprigen Schotterpiste wird. Beim Mietwagenverleih hatte ich ja die spektakuläre Auswahl zwischen fünf schwarzen Jeep Patriot. Ich hatte mich dann für einen schwarzen Jeep Patriot entschieden. Vorteil: Die Karre nimmt alle Schlaglöcher mit Bravour und ich komme zügig voran – so bleibt mir mehr Zeit für kurze Stopps am Fluss.

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Irgendwann endet die Piste und ich habe wieder Asphalt unter den Rädern. Ein Blick zurück:

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Und schon erreiche ich den kleinen Ort Darrington, der aber letztlich nur aus einer Tankstelle, einer Biker-Kneipe und einem sonntags geschlossenen Friseur besteht.

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Leider bleibt nun nicht mehr allzu viel Zeit. Aber für einen kurzen Lunch reicht es: ich fahre zurück nach Downtown Seattle und lasse mir ein paar dick gefüllte Tacos schmecken. Danach noch einen lecker Cappuccino und ab zum Flughafen – zum letzten Mal mit überwältigendem Blick hinauf zum wolkenfreien Mount Rainier. War schön in Seattle! 🙂

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