Über den White Pass nach Skagway

Nach unserer Wanderung in der Morgensonne starten wir bei fabelhaftem Wetter die Fahrt über den White Pass hinunter nach Skagway. Unser erster Halt gilt dem Emerald Lake mit seiner tollen Farbe.

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Kurz danach durchstreifen wir die Carcross Desert – eine 260 ha große Mini-Wüste. Auch soetwas gibt es hier.

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In Carcross haben die Natives ihre Shops bunt bemalt und hier gibt es den besten Kaffee seit 2000 Meilen!

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Weiter geht’s durch traumhafte Täler mit Blick auf verschneite und vergletscherte Berge.

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Wohin man blickt, man sieht das Laub mal in leuchtendem Grün, dann in strahlendem Gelb.

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Letztlich erreichen wir das Hochplateau am Pass. Hier ist auch die kanadisch-amerikanische Grenze. Alaska-N-1126

Der Grenzübergang selbst befindet sich erst einige Meilen nach der Grenze, sodass die Grenzer es nicht ganz so weit nach Hause haben. Der Officer ist freundlich, lacht sogar über Scherze, holt dann aber noch einen Kollegen herbei und schließt mit ernstem Blick und einem „One moment, please“ erstmal die Türe. Lange debattieren die beiden und uns wird schon etwas mulmig. Dabei haben wir doch brav unsere Tomaten und Bananen deklariert… Letztlich geht die Türe wieder auf und wir erhalten unsere Pässe zurück und dürfen weiterfahren. Puh.

Hinter der Grenze heißt es wieder: Uhr eine Stunde zurück stellen, Tacho von Kilometer auf Meilen. Doch es ist ohnehin nicht mehr weit bis in den Ort, egal ob Kilometer oder Meilen.

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Unten in Skagway tobt das Leben. Vier dicke Schiffe liegen im Hafen und einige tausend Kreuzfahrer strömen durch den Ort.

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Skagway war der erste Anlaufpunkt all jener Goldsucher, die zuerst mit dem Schiff die Inside Passage genommen haben und dann hier an Land gegangen sind. Es gibt viele hübsche, gut erhaltene Häuser aus dieser Zeit. Die meisten Läden darin leben nun davon, die Kreuzfahrtgäste zu mästen und danach mit neuen XXL-T-Shirts auszustatten. Bei vielen Kreuzfahrttouristen scheint überdies das Budget noch teure Schmuckkäufe herzugeben: Jeder zweite Laden ist ein Juwelier. Nun ja.

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Wir finden viel Besseres als Juwelen: Dough Boys, auch bekannt als Elephantenohren!

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Im mit Treibholz verkleideten ehemaligen Clubhaus der Arktischen Brüderschaft ist heute das Visitor Center untergebracht.

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Nachdem wir alles kreuz und quer durchbummelt haben, gehen wir in den Motorboothafen zur Skagway Fish Company. In Whitehorse war es gestern noch fünf Grad kalt. Hätte ich da gesagt, dass wir heute Abend draußen essen würden, Simone hätte mich für verrückt erklärt. Aber in Skagway ist das Thermometer heute auf glatte 20 Grad geklettert und wir genießen in der Abendsonne …

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… leckeren Lachs und Monstergarnelen.

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Beim Abendspaziergang ist der Ort dann praktisch ausgestorben. Die Schifffahrer sind wieder auf ihren Pötten, die nacheinander den Hafen verlassen. Über Nacht bleibt hier kein Schiff und kaum ein Mensch. Nur im Red Onion Saloon ist noch was los, aber wir sind zu k.o. für heute. Letztlich sind wir die beiden vorhergehenden Nächte jeweils um 1 Uhr nachts kurz aufgestanden, um nach Nordlichtern zu sehen – doch immer war der Himmel bewölkt. Also, ab in die Falle. Sollen wir wirklich wieder den Wecker auf 1 Uhr stellen?

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