Zurück nach Tok

Am Morgen regnet es in Tok ein wenig, wir lassen den Tag gemütlich angehen. Dafür frühstücken wir ausgiebig – unser Zimmer hat eine kleine Küche und die Vermieterin hat uns das Frühstück inklusive Eiern zum Selberbraten in den Kühlschrank gestellt.

Heute steht uns leider eine laaaange Rückfahrt in den Norden bevor. Davor möchten wir uns zumindest ein wenig die Beine vertreten. Nach dem Frühstück marschieren wir also ein Stück am Dezedash River entlang auf einem netten Wanderweg, der durch die Flussauen führt. Nachdem wir mehrere frische Bärenspuren sehen – u.a. hat er im Moos gewühlt, einen morschen Baum ungestoßen und einen riesigen Scheißhaufen hinterlassen – kommen wir noch an eine Stelle mit deutlichen frischen Fußspuren, bei denen vor allem das Kratzen der Krallen zu erkennen ist. An dem Punkt entscheiden wir uns dann zur Umkehr. Bären gucken immer gerne. Vom Bären gefressen werden nicht so.

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Sehen wir uns lieber die feuerroten Pflanzen am Fluss an.

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Und diese Lichtung am Ufer, die Kollege Biber freundlicherweise gerade für uns gerodet hat.

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Dann geht es los auf dem Alaska Highway – wie immer durch fantastisch bunten Laubwald.

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Einen kurzen Stopp legen wir beim Visitor Center des Kluane National Park ein, wo die Ranger freundlicherweise starke Ferngläser rausgestellt haben, sodass wir schneeweiße Dallschafe oben am Steilhang beobachten können. Man wird echt zum Tierkenner hier…

Zum Lunch haben wir uns in der Village Bakery ein paar tellergroße Scones mitgenommen.

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Der Highway ist zeitweise in einem recht erbärmlichen Zustand. Kurz vor der Grenze übersehen wir ein Schlagloch, das die Stossdämpfer bis zum Anschlag durchschlagen lässt. Aber unsere Karre ist mittlerweile schon ganz gut was gewöhnt.

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Letztlich erreichen wir die kanadisch-U.S.-amerikanische Grenze. Uhr eine Stunde zurück, Tacho auf Meilen. Man gewöhnt sich dran. Okay, in der Village Bakery habe ich heute morgen versehentlich mit der falschen Währung bezahlt. Die kennen das aber offenbar und haben mit einfach kommentarlos in kanadischen Dollar rausgegeben.

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Die Grenze verläuft entlang des 141. Längengrades und wurde Anfang des 19. Jahrhunderts in einer aufwändigen und bedingt sinnvollen Aktion auf einer Breite von 6 Metern gerodet. Der Grenzstreifen ist bei genauem Hinsehen bis zum Horizont erkennbar.

 

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Die Amis haben uns diesmal anstandsfrei wieder reingelassen, wir folgen dem Alaska Highway bis nach Tok.

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In der Ferne die Berge, links und rechts der Straße: Goldenes Laub wohin wir blicken.

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In Tok waren wir vor einer Woche schon einmal – hier liegt der Kreuzungspunkt der „Acht“, die wir fahren. Kurz hinter dem Ortsausgang hatten wir damals ein Moose mit seinem Kleinen gesehen. Wir suchen konzentriert den Straßenrand ab, vielleicht sind sie ja wieder hier. Ja, da sind die Beiden:

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Nachdem wir wieder unser superschönes Cabin im Wald bezogen haben, geht es wie gehabt zu Fast Eddy’s, dem einzigen signifikanten Restaurant in Tok. Letzte Woche mag mir hier ein kleiner Faux Pas passiert sein. Eigentlich wollte ich die nicht ganz schlanke Bedienung fragen, ob sie eher den Burger, oder die Ribs empfiehlt. Daraus wurde dann aber ein „Can you recommend your ribs?“, also habe ich sie letztlich gefragt, ob sie mir ihre Rippen empfehlen kann. Naja, sie hat drüber weg gelächelt… Ach so: Sowohl die Ribs, als auch der Burger waren ganz lecker!

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