Wandern in White Sands

Nach dem dramatischen Tod einer französischen Familie im letzten Jahr – sie wurde letztlich nur zwei Kilometer von ihrem Auto entfernt gefunden, nur der neunjährige Sohn überlebte – hat man schon Respekt, bevor man sich auf so eine Wanderung durch die Gipswüste aufmacht.

Die Warnhinweise in der Parkzeitung sind in allen Sprachen abgedruckt, jeweils ganzseitig: Englisch, Spanisch, Deutsch, Französisch, Japanisch und Chinesisch. Es muss wohl schon was dran sein. Nehmen wir also lieber eine Flasche Wasser mehr mit.

Auf der anderen Seite: Heute morgen ist es noch nicht so heiß. Wir sind in kurzen Hosen und T-Shirt unterwegs und schwitzen auch ganz gut. Die Sonne brennt kräftig und der weiße Sand reflektiert das noch. Aber die Luft ist frisch: Nur 14°C! Wir zweifeln, ob unser Thermometer funktioniert. Klatschnass geschwitzter Rücken bei 14°? Doch, es stimmt. So lässt es sich in den Dünen eigentlich sehr angenehm wandern.

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Sicherheitshalber folgen wir lieber einem markierten Wanderweg. Immer in Sichtweite stehen oben auf den Dünen Schilder.

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Ein Vögelchen wollte uns einen anderen Weg zeigen. Neee, nicht mit uns.

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Was die Wanderung noch zusätzlich anstrengend macht: Es geht rauf. Dann geht es wieder runter. Dann geht es wieder rauf. Dann wieder runter. Rauf. Runter. Und so weiter.usa-015-010

Der Blick nach vorne …

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… und der Blick zurück.

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Die arme Yucca ist schon halb zugeweht.

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Tatsächlich kann man hier auch campen!

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Pälmchen im Sand ist heute mein Lieblingsmotiv.

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Die höchste Düne ist erreicht!

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Da könnte man jetzt runterrennen. Nur müsste man’s danach halt wieder hochsteigen. Also lass ich es.

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Die Yuccas betteln geradewegs darum, fotografiert zu werden.

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Bitte, warum wachsen hier jetzt die gleichen Pilze, wie bei mir daheim auf dem Rasen, wenn’s mal wieder eine Woche durchgeregnet hat? Das ergibt keinen Sinn.

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So vermehrt sich die Yucca. Stimmt allerdings nicht ganz. In Wirklichkeit hängen diese Schoten oben an der langen Strange dran, die die Yucca austreibt. Dann wartet sie auf etwas Wind und aus der Schote, die dabei rasselt wie eine Klapperschlange, fallen die Samen raus.

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Dieser Tausendfüßler hatte wohl etwas zu viel Tequila.

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Letztlich erreichen wir wieder den Parkplatz. Überlebt! Nur der gemütliche Picknickplatz ist leider schon besetzt.

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