St. Patrick’s Day in Naples, FL

Heute ist St. Patrick’s Day, und zwischen 3rd Street und 5th Avenue in Naples sind schon alle Straßen gesäumt von Klappstühlen – die Parade soll um 11 Uhr beginnen.

Da sind wir natürlich dabei, aber bis elf Uhr haben wir noch Zeit für einen Besuch auf dem Farmer’s Market. Dumm nur, dass eben dieser Markt heute aufgrund der Parade ausfällt. Damit haben wir jetzt nicht gerechnet. Na gut. Dann gehen wir eben rüber zum Pier, ein bis zwei Stunden totschlagen.

Nichts leichter als das – denn am Pier ist immer was geboten, und heute ganz besonders: Es ist Angel-Aktionstag für Kinder. Vor dem Pier steht eine Reihe von Pavillons. Am Eingang werden Seemannsknoten geübt. Die Männer vom Fish & Game Department klären die Kids über schutzbedürftige Meeresbewohner auf, danach kommt die Station zum Korallenstreicheln. Am Strand wird das Auswerfen der Rute geübt, und auf dem Pier bekommt dann jedes Kind eine Angelrute in die Hand gedrückt und los geht’s.

Bei einigen stellt sich schon recht schnell Erfolg ein.

Und schließlich muss der gefangene Fisch ja noch ausgenommen werden.

Der kleine Egret, der hier ein gewisses Interesse für Fischabfälle demonstriert, nimmt kurz darauf den ganzen Arbeitsplatz in Beschlag und würgt vor unseren Augen durch sein dünnes Hälschen ein halbes Fischfilet herunter.

Der Osprey ist natürlich auch wieder da, und bietet uns erneut ein Schauspiel dar: Er schnappt sich einen Fisch vom Pier, den er dann an seinen Klauen baumelnd über den Strand hinweg nach Hause trägt. Diesmal stand ich ihm immerhin nicht im Weg.

  

Schließlich verlassen wir den Pier und machen uns auf den Weg zur Parade. Dort wird schon mit voller Kraft der Dudelsack geblasen.

Neben allen möglichen örtlichen Würdenträgern sind auch Abordnungen der Feuerwehr, der Nationalparks, des Militärs, von Veteranenverbänden und einem guten Dutzend Ehemaligenverbänden diverser Colleges, High Schools und Universities dabei.

Natürlich dürfen die Cheerleader nicht fehlen,…

… die mit diversen Walking Bands auf den Beinen sind.

Das Wetter ist einer Parade angemessen.

Am irischen Nationalfeiertag dürfen auch irische Tänze nicht fehlen.

St. Patrick selbst ist auch dabei.

Noch mehr „Pipes“…

… und noch mehr Big Bands.

Die Parade will kaum ein Ende nehmen. Erschöpft vom Zusehen veranstalten wir unsere eigene Parade hinüber zu einer Bäckerei. Im Schatten der Palmen beobachten wir das Leben in der 3rd Street.

Der Vormittag war ganz schön heiß – da hilft nur: Ab an den Strand.

Wir fahren in den Clam Pass Park, wo man nach Berappen der Parkgebühr von acht Dollar immerhin gratis mit dem Golfcart über einen kilometerlangen Plankenweg durch die schattigen Mangrovenwälder hindurch zum Strand vorgefahren wird.

Dort angekommen werfen wir uns sofort in die Fluten.

Auch eine Gruppe Ibisse nimmt hier gerade ein Bad. Genau genommen picken sie wohl Muscheln aus dem Sand, denn vorn in der Brandung leben Millionen kleiner Muscheln – mit jedem Wellenschlag werden sie vom Wasser freigelegt und beginnen im nächsten Augenblick, sich wieder im Sand zu verkriechen. Dabei öffnen sie kurz ihre Muschelhäuser und lassen frisches Wasser hinein. Diesen Moment passen die Vögel ab, wenn sie hungrig sind.

Diese kleinen Piepmätze machen es auch nicht anders. Der einzige Unterschied: Immer wenn das Wasser kommt, tippeln sie mit tausenden Schritten auf ihren kurzen Beinchen zurück ins Trockene.

Ich mache noch ungefähr hundert Fotos von den Ibissen.

Am Clam Pass gibt es nicht nur Muscheln (= Clams), sondern auch einen Zufluss aus dem Mangrovenwäldchen. Watet man durch den Fluss, erreicht man auf der gegenüberliegenden Seite eine große Strandbude. Ansonsten ist der Strand hier völlig unverbaut, zumindest im Bereich des Naturschutzgebiets.

Ich fotografiere noch weitere Ibisse …

… bis die Sonne uns zum Feierabendmachen heim schickt.

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