Abstecher ins Land der Kangaroos

Für den letzten Tag haben wir uns etwas gaaaanz ganz Lustiges aufgehoben: Einen Ausflug ins Land der Kängurus!

Jetzt für einen Tag nach Australien reisen wäre natürlich etwas vermessen. Dafür gibt es aber nördlich von Kelowna eine Kangaroo Farm! Nix wie hin…

Gleich hinter dem Eingang empfangen uns schon die ersten Bewohner. Dieser kleine Wallaroo – halb Wallaby, halb Kangaroo – ist gerade erst aus dem Beutel raus. Im Beutel hat es fast sein ganzes erstes Lebensjahr verbracht.

Bevor wir uns aber ganz den Beuteltieren hingeben, schauen wir mal, was die Capybaras so treiben. Keine Sorge: Auch wir haben vorher noch nie ein Capybara gesehen, oder auch nur den Namen gehört. Dabei sind Capybaras die größten Nagetiere der Welt! Oder, vereinfacht gesagt, zu groß gewachsene Meerschweinchen.

Mal sehen, ob das Capybara mich mag.

Jaaaa, es mag mich.

Bevor wir uns nun gänzlich mit den Riesenmeerschweinchen verzetteln, stellen wir uns lieber mal bei den Baby-Wallabys an. Nach kurzer Wartezeit dürfen wir auf einer Bank Platz nehmen und schwupp, schon haben wir zwei Babys im Arm! Im Beutel, versteht sich.

Die Kleinen tun, was sie am Besten können: Ruhig vor sich hin butzeln – und sich dabei an Bauch und Nase streicheln lassen. Sehr niedlich!

Nachdem unsere Pflegekinder an die Nächsten weitergereicht wurden, schauen wir wieder zurück zu den Capybaras.

Simone probiert auch mal einen Capybara zu füttern, rechnet aber nicht ganz mit dem gierigen Emu.

Der Emu will wohl entweder auch etwas abhaben, oder ihm gefällt Simones Jacke. Simone zuckt doch etwas zusammen, als ihr plötzlich jemand an der Jacke rumzupft. Der Capybara findet das zum Schreien komisch.

Simone auch. Und der Emu tut, als wäre nichts gewesen.

Der Emu.

Im Käfig nebenan genießen die Junior-Wallabys den Morgen. Wenn man nicht ständig für all die Fotografen Modell stehen müsste…

Wir verabschieden uns von den Capybaras…

… und dringen tiefer vor ins Kangaroo-Land.

Auf der großen Wiese erwarten uns schon die älteren, ausgewachsenen Wallabys.

Das frische Gras scheint ihnen ganz gut zu schmecken.

Dann geschieht das Unvermeidliche. Gut, dass keine amerikanischen Familien in der Nähe waren. Wie hätten die das nur den Kindern erklärt?? Nun ja, ich denke, die zwei wollten nur spielen.

Denn dem richtigen Geschlechtsakt der Wallabys geht ja voran, dass das Weibchen dem Männchen den Nacken leckt. Dann reibt das Männchen kurz seine Wange an ihrer Wange. Dann stellen sich beide auf die Hinterbeine und kloppen (!) sich kurz. Und dann geht’s flott zur Sache. Danach bleiben beide noch einen ganzen Tag zusammen und das war’s dann schon wieder. Kurze Liebe.

Unser Liebespaar besinnt sich jedenfalls schnell eines Besseren, als es sieht, dass wir Kraftfutter mit zerbröselten Tortilla-Chips zum Fressen haben! Geschickt schaffen die Kleinen es, nur die Chips zu essen, sodass das Kraftfutter in der Hand bleibt.

Zwischen all den Wallabys mit ihrem kuscheligen, aber etwas langhaarigen Fell, hüpfen nun endlich auch mal ein paar echte Kängurus herbei! Die lassen sich ganz gut mit grünen Zweigen anlocken.

Permanent gefüttert und gestreichelt zu werden sind die Tiere hier auf jeden Fall gewöhnt. Die Kängurus haben ein kürzeres, etwas plüschiges Fell.

Nach den Strapazen des vielen Essens und Gestreicheltwerdens lässt es sich dann prima in der Sonne abhängen.

Sehr niedlich auch die Albino-Wallabys. Mann, Kleiner, an dem Zweig ist doch gar nichts mehr dran!

In einem eigenen Gehege laufen die ausgewachsenen Emus auf und ab. Die streiten sich zwischendurch auch mal ganz gern, und wenn man ihnen das Objektiv der Kamera durch den Zaun hält dann kommen sie gleich an und picken drauf. Ich spare es mir, zu testen wie sie auf durch den Zaun gesteckte Finger reagieren.

Auch getreten will von denen nicht werden.

Die jüngeren Emus sind offenbar noch nicht so streitsüchtig und laufen mit uns im Kangaroo-Gehege rum. Die kann man auch problemlos streicheln, die Federn sind ganz weich. Aber neugierig sind sie trotzdem.

Auge in Auge mit Mister Emu.

Während andere Farmbesucher gekommen und gegangen sind, haben wir nun praktisch den kompletten Vormittag bei den Tieren verbracht. Es war auch zu nett. Da um zwei Uhr die Farm für Besucher schließt, und den Tieren ihre wohlverdiente Ruhe gönnt, verabschieden wir uns noch von unseren neuen Freunden…

… überlassen sie der Mittagssonne …

… und hüpfen davon.

Zurück in Kelowna machen wir noch einen Spaziergang auf den Aussichtsberg über der Stadt. Der Okanagan Lake ist über 130 Kilometer lang und wir befinden uns ungefähr in der Mitte. Nord- und Südende liegen so weit entfernt, dass man auch vom Aussichtspunkt aus nur einen Teil des Sees sehen kann.

Wie an der Farbe des Grases zu erkennen ist, hat es diesen Sommer auch hier nicht allzu viel geregnet. Heute hat sich ja immerhin der Rauch der Buschbrände im Süden verzogen, sodass wir zum Abschluss noch einmal den perfekten blauen Himmel bekommen.

Weil es im Schatten heute nur knapp 20 Grad hat, in der Sonne aber richtig knusprig warm ist, machen wir uns noch einmal auf den Weg an den Strand, wo wir den Rest des Nachmittags in der Sonne brutzeln.

Am Abend gehen wir noch mal chic essen ins Cactus Club Café.

Naja, und dann fahren wir tags drauf wieder zurück nach Vancouver, wo wir uns noch kurz vom Meer verabschieden, und dann, leider, leider, wieder heimfliegen. Tschüss, Kanada!

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