Wild Pacific Trail

Unsere Lodge in Ucluelet ist ein Traum. Nach vorn, zur Seite, nach hinten und nach oben blicken wir direkt in den Wald, und vom Balkon hinunter zum Terrace Beach, einer naturbelassenen, wilden kleinen Bucht, von der am Morgen stetig ein kühler Nebel zu uns hinaufweht, während die Sonne uns hier oben richtig einheizt. Kamin, Badewanne, alles da – werden wir aber nicht brauchen, weil heute der wärmste Tag hier seit Jahren ist.

Unser Strand.

Krebs mit Einschlagstelle einer Krähe.

Hinter dem Strand geht es direkt in den Urwald rein.

Am frühen Morgen drehen wir die Runde auf dem Wild Pacific Trail rund um die Südspitze der Halbinsel.

Der Blick über das Archipel lässt kaum erahnen, wie viele Schiffe an diesen Felsen schon zerschellt sind. In einer Karte am Weg sind Dutzende gesunkene Segler und Dampfschiffe verzeichnet. In der Bucht vor uns sank eine Bark mit 28 Mann und einer Frau Besatzung. Nur wenige Meter zum Ufer – unerreichbar in der kochenden See. Bei diesem ruhigen Wetter kaum zu glauben. Bei starker See werden aber die Felsen bis hier zu uns herauf überspült.

Auf halbem Weg liegt der Leuchtturm. Dieser war früher nur eine Holzhütte, und die hatte wenige Tage vor erwähntem Unglück der Sturm einfach weggeblasen. Das wurde der Bark zum Verhängnis. In den 1920ern war das, wenn ich es mir richtig gemerkt habe.

Daraufhin wurde der Leuchtturm neu gebaut – diesmal aus Stein. Und zwei Bojen wurden gesetzt, die eine mit einer Glocke dran, die andere mit einer Hupe, beide funktionieren allein durch die Bewegung der Wellen. Die Glocke hören wir je nach Wind sogar bei uns auf dem Balkon. Die Hup-Boje klingt wie eine leidende Kuh und ist kilometerweit an der ganzen Küste zu hören. Ständig. Man muss ich dran gewöhnen, dann ist es aber eigentlich ganz meditativ.

Dieser Blick auf den Leuchtturm wird lokal auf Kanal 4 im Fernsehen übertragen. Da haben wir immer geguckt, ob es neblig ist, oder nicht.

Ein bisschen Nebel zieht die ganze Zeit an uns vorbei, mit flotter Geschwindigkeit.


Hier das Video dazu:


Die Bäume entlang des Wild Pacific Trail kennen sich aus mit Sturm:

Am Ende des Trails spuckt es uns wieder an unserem Strand aus.

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