Nye Beach

Früh am Morgen gehört der Strand noch uns. Gestern Abend fegte hier der Sturm die Nebelschwaden über den Strand – während nur wenige hundert Meter landeinwärts im windgeschützten Hafen die Sonne schien – heute begrüßt uns die Sonne auch hier am Nye Beach. Bei Isabella’s Cafe haben wir uns mit einer Latte und zwei Muffins ausgestattet. Heute gibt es mal ein Frühstück light, während wir den Strand entlang spazieren. Da mache sogar ich mal eine Ausnahme und nehme den Kaffee im Pappbecher…

Zurück am Hotel treffen wir noch einmal Michael, mit dem wir schon gestern ein paar Worte gewechselt haben. Heute lebt er in Arizona, aber aufgewachsen ist Michael in Salem, Oregon, also nicht weit von hier entfernt. Er erzählt uns, wie sie in Salem den Ausbruch des Mount S. Helens erlebt haben, und wie der gesamte Ort unter Asche begraben war, obwohl über 100 Meilen südlich vom Vulkan entfernt, und obwohl der Vulkan nach Norden ausbrach. Wir sind schon gespannt auf den Mt. S. Helens, den wir gegen Ende unserer Reise noch besuchen wollen. Michael empfiehlt uns noch das örtliche Brew Pub. Da wir doch aus Deutschland kommen, wollen wir ja sicher mal ein in Oregon gebrautes Bier probieren… Vielleicht nicht zum Frühstück, aber wir freuen uns trotzdem über die nette Unterhaltung, wie so oft.

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Ein Wort möchte ich noch sagen zum Thema Kühlschränke und Motelzimmer, und mich an dieser Stelle ausdrücklich bei unseren Gastgebern am Nye Beach für die hinterlassene Überschwemmung entschuldigen. In praktisch jedem amerikanischen Motel steht ein Kühlschrank, der es manchmal sogar schafft, die Klimaanlage zu übertönen. Das ist praktisch, da kann man sich die halbe Pizza vom Vortag, oder den Doggy Bag aus dem Restaurant reinpacken. Da wir am Morgen selten Pizza oder Reste von Fischgerichten essen, brauchen wir den Kühlschrank normalerweise nicht, würden aber gerne in dem Zimmer schlafen, und nicht alle zehn Minuten vom Anspringen des Kompressors aufgeweckt werden. Der Amerikaner hat ja ohnehin ein anderes Geräuschempfinden (ganz ähnlich wie sein Temperaturempfinden), und kennt dieses Problem nicht. Wir hingegen kennen die einzige Gegenmaßnahme: Bei Ankunft im Zimmer schalten wir mit einem ersten Handgriff mal den Kühlschrank aus. Nun war es gerade hier und heute wohl leider so, dass das Gerät schon länger mal hätte abgetaut werden sollen. Die gute Nachricht: Er ist jetzt komplett abgetaut. Die schlechte: Rund um den Kühlschrank hat sich eine große Pfütze breitgemacht und den Teppich komplett durchnässt. Nun wäre uns das bei so ziemlich allen Motel-Zimmern völlig egal, sind die Teppiche ohnehin oft nicht so lecker anzuschauen. Aber ausgerechnet hier was doch alles so schön neu und sauber. Naja, wie gesagt, an dieser Stelle entschuldigen wir uns.

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